Costantino Ciervo
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Mare Nostrum, 2013/14

Videoskulptur und 4 Kanal Videoinstallation, Mixed Media, Zinkwanne, Reis, Monitor, Holz
Maße: 67 x 55 x 88 cm (mit Holzsockel)

Die vierteilige Arbeit "Mare Nostrum" besteht aus einer symbolischen Videoskulptur in Form einer alten Zinkwanne, die mit Reis gefüllt ist und aus der ein Monitor ragt.
In dem Video sieht man eine reale Fluchtszene auf dem Mittelmeer. Drei an der Wand befestigte Monitore flankieren die Skulptur. Die dort gezeigten drei dokumentarischen Videos sind 2012 in Riace aufgenommen worden, einem kleinen Ort in Kalabrien der aufgrund seiner revolutionären Flüchtlings- und Integrationspolitik in den letzten Jahren wiederholt internationales und mediales Aufsehen erregt hat.

Ciervos filmisches "Triptychon" setzt sich zusammen aus einem Statements von Domenico Lucano, dem Bürgermeisten von Riace und Gründer des Projektes "Città Futura" zur Ansiedlung sogenannter "irregulärer Immigranten" (boat people) aus verschiedenen Entwicklungs- und Krisenländern des globalen Südens zur Wiederbelebung Riaces, einer durch Abwanderung und Verfall betroffenen süditalienischen Siedlung, einem Spontaninterview mit einem kalabresischen Einwohner Riaces und der Dokumentation eines Gespräches des Bürgermeisters mit einer auf dem Landweg neu eingetroffenen Flüchtlingsfamilie im Büro des Vereins "Città Futura".